Zu einem musikalischen Frühschoppen waren kürzlich die Geisiger Mitbürger*innen, einige „Dorfpaten“-Kollegen aus den Nachbargemeinden, sowie Musikfreunde aus der näheren und weiteren Umgebung nach Geisig eingeladen. Die Meilinger Musikanten boten beste Unterhaltung mit einem breiten Strauß bekannter Melodien und sorgten über drei Stunden für eine fröhliche und gesellige Atmosphäre in der gut gefüllten Hombachhalle.
Eingeladen hatten die Geisiger Dorfpaten, eine Gruppe von jüngeren und älteren Senioren, die seit mittlerweile siebzehn Jahren viele kleine und auch größere Aufgaben übernehmen, für ein ordentliches Ortsbild sorgen und das eine oder andere Projekt durchführen, wie den Bau eines Wanderpfades oder eines Grubenhäuschens im Mühlbachtal.
Entstanden ist die Gruppe auf Anregung von Friedhelm Singhof, der in einem Rundschreiben an bereits aktive Einzelpersonen appellierte, geleistete ehrenamtliche Tätigkeiten zusammenzufassen und gemeinsam regelmäßig für das Dorf tätig zu werden.
Die Entwicklung von den Anfängen und über die Jahre bis zur Gegenwart griff Pfarrerin Silke Funk im Gottesdienst zu Beginn des Frühschoppens auf. Sie betonte, wie wichtig und segensreich das gemeinsame Tun im Dorf und in der Nachbarschaft ist und wie Nähe und ein Wir-Gefühl entstehen. Zu den Dorfpaten gewandt, betonte sie: „So wie Taufpaten Verantwortung für das Wachsen und Gedeihen eines Täuflings übernehmen, so haben Sie auch Verantwortung für die Dorfgemeinschaft übernommen“. Sie hatte sogar für jeden der zwölf Dorfpaten ein Geschenk dabei: Eine Anstecknadel mit einem Schiff als Symbol für die gemeinsame Fahrt in die Zukunft.
Friedhelm Singhof zitierte in seiner Ansprache den berühmten Spruch von John F. Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst“. In diesem Sinne wäre es schön, wenn sich noch der eine oder andere angesprochen fühlt und mitmachen würde.
Der positive Effekt der Pflegearbeiten auf das Ortsbild stand im Mittelpunkt der Ausführungen von Ortsbürgermeister Thomas Heymann, der mittlerweile selbst bei den Dorfpaten aktiv ist. Die vielen Stunden, die alle zwei Wochen aufgebracht werden, könne sich die Ortsgemeinde anderweitig sicher nicht leisten. Er dankte den Dorfpaten im Namen der Ortsgemeinde für ihr unermüdliches Tun und ermunterte zum „weiter machen“ und „noch schöner machen“.