Das Mühlenfest an der Käsmühle

Ein Höhepunkt des Mühlenfestes: Der Bändertanz der Geisiger Frauen

Das Mühlenfest an der Käsmühle ist erstmals im Jubiläumsjahr veranstaltet worden und erfreute sich, trotz kaltem und feuchtem Wetter, einem derartig großen Zuspruch, dass die Organisatoren gleichsam überrannt wurden und nicht genug Nachschub herbeischaffen konnten. Der Himmelfahrtstag ist ohnehin ein traditioneller Wandertag und weil die Geisiger gut für ihr Fest geworben und das ganze Ländchen neugierig auf die Käsmühle gemacht hatten, strömten die Leute von überall her in Scharen zum Ort des Geschehens.

Selbst die größten Optimisten hatten nicht mit so vielen Besuchern gerechnet, so dass das Gelände zeitweise total überlaufen war und die Versorgung der Gäste ins Stocken kam.

Begonnen hatte der Tag mit einem Festgottesdienst, zu dem Pfarrer Martin Ufer bereits 300 Gäste begrüßen konnte. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor aus Schweighausen und vom Gemischten Chor aus Geisig.

Der Mühlenbesitzer Helmut Schild hatte seine Mühle stolz herausgeputzt und nach 18 Jahren wieder in Gang gesetzt, um sie seinen Besuchern zeigen und erklären zu können. Wegen des großen Andrangs kam er im Laufe des Tages kaum dazu, einmal tief Luft zu holen. Genauso ging es seinen beiden Nachbarn, Markus Schorb von der Neumühle und Dr. Rudolf Schönfeld von der Augustinermühle, die ebenfalls eine Gruppe nach der anderen durch die Mühle geführt haben.

Für die Kinder hatten die Organisatoren eine "Kinderspiele-Olympiade" organisiert, bei der alle mitmachen konnten, egal ob aus Geisig oder von woanders her. Insgesamt 12 Spiele, wie Packeselspiel, Gummistiefelweitwurf, Sackhüpfen, Mehl mahlen, Erkennen von Samenkörnern, Schminkstation und andere. Beim Schätzspiel hatte Norman Werner aus Dessighofen eindeutig die Nase vorn.

Während des ganzen Tages bot sich zudem für die Kinder die Gelegenheit, auf dem Rücken eines Ponys, einen Abschnitt des Mühlbachtals kennen zu lernen. Der Andrang war auch hier groß und die Tiere vom Ponyhof Ludwig aus Schweighausen waren den ganzen Tag unterwegs.

Derweil ließen es sich die erwachsenen Gäste bei Krustenbraten, Gulaschsuppe, Schinkenbroten und Grillwürsten und zu den Klängen der "Meilinger Musikanten" gut gehen. Nur, das Gelände füllte sich so schnell mit Gästen, dass sich lange Schlangen an den Ausgabestellen für die verschiedenen Gerichte bildeten und die Veranstaltung schon sehr früh ausverkauft war. Auch der frische Blechkuchen aus dem Dorfbackhaus war in Windeseile verkauft; ganz zu schweigen von den Backhausbroten, die den Helfern förmlich aus der Hand gerissen wurden. Es war sehr schade, dass schließlich viele ihren knurrenden Magen nicht befriedigen konnten.

Dafür konnte auch nicht das unterhaltsame Nachmittagsprogramm entschädigen, bei dem sich die Geisiger Mädchen als Tanzgruppe des Turnvereins vorstellten und viel Applaus bekamen. Der "Mini-Chor", bat zwar den lieben Gott, "lass die Sonne wieder scheinen" aber diese Bitte wurde leider nicht erhört und es blieb recht kalt und windig für den Rest des Tages. Der Auftritt der Kinder des Gemischten Chores wurde dennoch viel beklatscht.

Viel Dorf- und Mühlenromantik kam auf beim traditionellen Bändertanz der Frauen, der perfekt "saß" und das Publikum begeisterte, bevor der Gemischte Chor mit Liedern, die auf den Anlass angestimmt waren, wie z. B. "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach", einen gekonnten Schlusspunkt unter das Programm setzte.

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