750 Jahre Geisig in 2010

Ein besonderes Jahr für unser Dorf

2010 war für unser Dorf ein ganz besonderes Jahr. Geisig hat sein 750. Ortsjubiläum mit einer bemerkenswerten Vielfalt von Veranstaltungen gefeiert. Wir sagen ganz bewusst nicht „750. Geburtstag“ weil unser Dorf mit Sicherheit viel älter ist. Leider können wir das nicht nachweisen. Die ältesten Urkunden – und es sind gleich zwei – stammen aus der Zeit um 1260. Einmal wird „Geisecho“ im Lehnsverzeichnis des Grafen Gerhard III von Eppstein erwähnt und zum anderen ist es im Hausteilungsvertrag der Grafen Diether V. und Eberhard I. von Katzenelnbogen als „Geiseche“ aufgeführt. Beide Urkunden sind nicht datiert, stammen aber nach der übereinstimmenden Meinung der Historiker aus der Zeit um 1260. Somit also ein doppelter Grund, das 750. Jubiläum groß zu feiern.

Bereits in 2008 fanden erste Besprechungen statt und nach einigen Diskussionen wurde festgelegt, dass es kein einziges großes Jubiläumswochenende geben soll, sondern mehrere kleinere Veranstaltungen über das Jahr verteilt, stattfinden sollen. Dass es dann doch auch „große“ Veranstaltungen wurden, liegt vor allem am großartigen Engagement der Geisiger, die sich in vielen Vorbereitungsteams eingebracht und mitgeholfen haben, das Jahr 2010 unvergesslich zu machen.

Dieser Beitrag soll einen Überblick über die einzelnen Vorhaben und Veranstaltungen geben, die im Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr durchgeführt worden sind.

Zunächst wurde beschlossen, ein einheitliches Erkennungsmerkmal für alle Jubiläumsaktivitäten zu entwickeln. Es wurden einige Entwürfe erstellt und schließlich der Entwurf der Geisiger Künstlerin Iris Minor mit dem Schriftzug der Firma Gebr. Heymann GmbH im unteren Teil ausgewählt.

Iris Minor beschreibt ihr Logo wie folgt: „Das Logo zeigt einen Blick aus der Vogelperspektive auf Geisig. Die schwarze Linie, die sich unten im Bild gabelt, ist die Straße. Sie führt oben nach Dornholzhausen, links nach Dessighofen und rechts nach Marienfels. Die blaue Linie, die parallel zur Straße verläuft, ist der Hombach. Die gelbe Linie, die oben im Bild die Straße nach Dornholzhausen schneidet, ist der Limes. Die grüne Fläche auf der linken Seite ist der Wald.“

So sind letztlich alle Werbemittel zu Veranstaltungen, aber auch die Beiträge im „Nassauer Land“ in 2010 mit dem Logo gekennzeichnet worden.

Die Liste der Veranstaltungen und Vorhaben im Jubiläumsjahr kann sich für ein Dorf mit knapp 400 Einwohnern ganz bestimmt sehen lassen.

Hier der Überblick:

  • Veröffentlichung eines Romas über Geisig
  • Aufbau der Webseite www.geisig.de
  • Landschaftsbild „750“
  • Neue Ortsfahne
  • Jubiläumsgottesdienst
  • Neue Ortsschilder
  • Dorfchronik
  • Mühlenfest
  • Jubiläumsfeier
  • Leistungsschau „Geisig – kreativ und modern"
  • Disco-Abend
  • Chorkonzert zum Jubiläumsjahr
  • Limeserlebnistag „Limes Live“, zusammen mit Dornholzhausen
  • Nikolauspredigt
  • Abschluss des Jubiläumsjahres mit dem Silvesterempfang.

Im Nachhinein kann man kaum glauben, dass die Geisiger das alles „gestemmt" haben, zumal ja noch die eine oder andere Veranstaltung von den Ortsvereinen in eigener Verantwortung zusätzlich durchgeführt wurde. Somit: Hut ab, vor dem, was geschaffen wurde.