Mittwoch, 06. Juli 2016

Ausflug der Geisiger Senioren mit Blick in den Himmel und tief unter der Erde

Die besonderen Ziele beim diesjährigen Ausflug der Geisiger Seniorinnen und Senioren in die Eifel waren mit Bedacht ausgewählt worden waren. Im Observatorium auf der "Hohen List" bei Schalkenmehren wurde den Besuchern ein interessanter Einblick in die Astronomie vermittelt, sozusagen ein Blick in die Sterne. Und in den Moselhängen bei Cochem konnte ein besonderes Kuriosum erkundet werden, ein angeblicher Atomschutzbunker, der in Wirklichkeit einmal von der Bundesbank mit Banknoten im Wert von 15 Milliarden D-Mark als Ersatzwährung für den Fall einer Katastrophe gefüllt war.

Die Geisiger Seniorengruppe im schönen Moseldorf Beilstein.

Bei strahlendem Sonnenschein gingen fünfundzwanzig gut gelaunte Geisiger Seniorinnen und Senioren Anfang Juli auf ihre Tour in die Eifel und zwar zum ersten Ziel dem 550m hohen Vulkanberg "Hoher List" mit dem Observatorium der ehemaligen Universitätssternwarte Bonn. Vom höchsten Punkt des Berges bot sich ein toller Rundblick bis zum Hunsrück und in die Eifel mit ihren Vulkankegeln und Maaren. Herr Simon von der Astronomischen Vereinigung Vulkaneifel, die Teile des Observatoriums inzwischen betreibt, nachdem die Universität Bonn den Komplex aufgegeben hat, informierte zunächst über die Geschichte des Observatoriums, gab einen sehr interessanten Einblick in die Astronomie und führte die Gruppe zum Ein-Meter Spiegelteleskop mit dem einmal eine 30 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie aufgenommen wurde.

Nach viel "Sternenglanz" ging es zum "Koatischen Mittagessen" in die Kreisstadt Daun und von dort zur Moselstadt Cochem-Cond und damit zum nächsten Ziel, dem Bundesbank-Bunker. Von außen ein ganz normales Doppel-Wohnhaus, als Schulungsheim getarnt, und von innen eine Art "Schatzkammer" der alten Bundesrepublik. Hinter dem Haus befindet sich ein 300 Meter langer Stollen mit Küche und Speiseraum, Toiletten, Schlaf- und Arbeitsräumen, Dekontaminationsbereichen, der Energieversorgung, Be- und Entlüftungsanlagen, einem Tank für Trinkwasser und einem Dieseltank (75.000 Liter). Offiziell hätten hier 175 Personen im Falle eines Atomkrieges zwei Wochen lang überleben können. Über den Hauptzweck dieser Bunkeranlage waren jedoch nur ganz wenige Personen eingeweiht, die Lagerung von 15 Milliarden D-Mark Ersatzgeld in den Jahren 1964 – 1988. Hinter dicken Stahltüren und sehr dicken Wänden stapelte sich das Geld in Kartons und Jutesäcken in Gitterboxen bis unter die Decke. In einer Krisenzeit, z. B. wenn massenhaft Falschgeld in Umlauf gebracht wird, um die Wirtschaft zu schädigen, sollte dieses Geld, sehr schnell Deutschland-weit als Ersatzwährung verteilt werden. Zum Glück wurde weder der Atomschutzbunker, noch die Ersatzwährung gebraucht, so dass die Anlage inzwischen für Besucher geöffnet ist.

Nach einer Stunde Aufenthalt im Bundesbankbunker bei nur 10 Grad Wärme freuten sich alle auf eine Tasse Kaffee im gemütlichen Café Klappenburg in Beilstein bevor die Reisegruppe die Heimreise antrat. Zum Abschluss eines sehr interessanten Tages traf man sich in der heimischen Gaststätte "Alte Schule" mit den Seniorinnen und Senioren, die an der Fahrt nicht teilnehmen konnten, zum Austausch über das Erlebte.

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