Dienstag, 14. Juli 2015

„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele …“

Dieses Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Blick, unternahmen die Geisiger Seniorinnen und Senioren ihren diesjährigen Ausflug.

Die Gaasjer Seniorengruppe vor dem Raiffeisenmuseum in Hamm

Im Bürgermeisterzimmer erläutert Herr Ebisch das Leben von Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Eine Bootsfahrt auf dem Wiesensee mit Blick auf Pottum

Helmut lässt es sich nicht nehmen, mit Fernsehmoderator Holger Wienpahl (im quergestreiften Pulli) zu plauschen.

Entsprechend war das erste Ziel das Raiffeisenmuseum in Hamm an der Sieg. Der Museumsführer, Herr Ebisch, begrüßte die Gruppe in dem kleinen Fachwerkhaus, in dem F. W. Raiffeisen im Jahr 1818 als siebtes von neun Kindern geboren wurde. Ein Original Schreib-Sekretär, eine Heimorgel und verschiedene Schriftstücke, u. a. die Geburtsurkunde und die Hausbibel waren im Raiffeisenzimmer zu sehen. Im Bürgermeisterraum gab Herr Ebisch einen ausführlichen Einblick in Leben und Werk des größten Sohnes von Hamm. Für F. W. Raiffeisen begann nach der Schulzeit eine achtjährige Militärlaufbahn. Wegen eines Augenleidens wechselte er in den zivilen Verwaltungsdienst und wurde ab 1845 Bürgermeister in Weyerbusch, anschließend in Flammersfeld und danach in Heddesdorf bei Neuwied.

Viele Menschen in ländlichen Gebieten gerieten, u. a. bedingt durch die Hungerjahre von 1846 bis 1848, in die Abhängigkeit von Wucherern und verarmten zusehends. Bürgermeister Raiffeisen gründete in dieser Zeit viele Vereine zur genossenschaftlichen Selbsthilfe und widmete sich bis zu seinem Tode 1888 der Genossenschaftsarbeit. In über 100 Ländern sind heute mehr als 800 Millionen Menschen in rund 900.000 Genossenschaften organisiert.

Zum Abschluss des Besuches in Hamm waren die Geisiger zu einem Film über das Wirken von „Vater Raiffeisen“ im Kulturhaus eingeladen, bevor es zum zweiten Ziel des Tages weiterging. Ortsbürgermeister Dirk Best lud ein zu einer kleinen „Kreuzfahrt“ auf dem Wiesensee bei Stahlhofen. Leinen los und schon tuckerte das Floß über den ca. 80 Hektar großen See, der erst 1970 im Zuge der Flurbereinigung angelegt worden war. Er bietet im Sommer, wie auch im Winter, viele Möglichkeiten für Freizeitunternehmungen.

War etwa beim Besuch des Wiesensees ein Hintergedanke im Spiel? Im Dorferneuerungsplan der Ortsgemeinde Geisig ist auch die Anlage eines Teiches oder kleinen Sees geplant. Vielleicht sollten sich die Geisiger Senioren schon mal einen Eindruck davon verschaffen, wie es in ihrem Heimatort in Zukunft aussehen könnte!

Den schönen Tag beendete die Reisegruppe gemeinsam mit denen, die nicht mitfahren konnten, in der heimischen Gaststätte „Alte Schule“ bei leckerem Essen und einem guten Tropfen.

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