Mittwoch, 31. Juli 2013

Seniorenausflug zu erneuerbaren Energien im Hunsrück

Ganz im Zeichen erneuerbarer Energien stand der diesjährige Ausflug der Geisiger Seniorinnen und Senioren. Galt es doch, die Energielandschaft Morbach mit Windenergie-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen zu besichtigen und später dem Holzmuseum in Weiperath, einem Vorort von Morbach, einen Besuch abzustatten..

Der Ortsvorsteher von Rupperath, Herr Schabbach, erklärt den Geisigern, wie es zur Energielandschaft Morbach kam.

Unterwegs in der Energielandschaft.

Die Geisiger Seniorinnen und Senioren auf der Waage der Biogasanlage in der Energielandschaft Morbach. Die Anzeige an der Wand (Fotomontage) zeigt ein Gesamtgewicht von 2860 kg an. Ganz schön gewichtig!

Das Hunsrücker Holzmuseum vermittelt eine besondere Atmosphäre.

Bereits bei der Anfahrt mit dem Reisebus staunten die 35 Senioren aus Geisig darüber, wie die vielen Windenergieanlagen den Hunsrück nachhaltig verändert haben. Wo man auch hinschaut, überall sind sie zu sehen, entweder in nächster Nähe an der Autobahn oder weit weg am Horizont. Der Hunsrück ist somit bereits heute zu einem wichtigen Lieferanten an erneuerbarer Energie geworden.

Mit einer der Ersten war die Gemeinde Morbach, als sie vor mehr als 10 Jahren mit der Umnutzung eines ehemaligen US-Munitionslagers zu einer Energielandschaft Pionierarbeit geleistet hat. Auf 145 Hektar Fläche ist in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein einmaliges Konzept zur Nutzung von Synergien entstanden. Der Strom wird ins Netz eingespeist, die Wärme wird zur Wärmeversorgung eines angeschlossenen Gewerbeparks genutzt.

All das konnten sich die Geisiger bei der Rundfahrt mit dem Reisebus aus nächster Nähe anschauen. Neben den großen Anlagen, wie den 14 Windrädern oder den Photovoltaikanlagen gab es auch Interessantes im kleinen Maßstab zu bestaunen. So zum Beispiel eine Anlage zur Aufbereitung von Trinkwasser, bei der Rohwasser durch Destillation in sauberes Trinkwasser verwandelt wird oder eine andere Anlage, in der das Rohwasser über verschiedene Filtersysteme gereinigt und anschließend mit Hilfe einer UV-Lampe entkeimt wird. Solche Anlagen sind bereits in Mali, in Puerto Rico und nach dem Tsunami in Sri Lanka in 2004 eingesetzt worden.

Beeindruckend waren auch die großen Fermenter, in denen Maissilage und andere landwirtschaftliche Produkte und Abfälle, in Biogas verwandelt werden. Eine nicht gerade schöne, braune Masse, aus der es unablässig blubbert, konnte man sich an einem Sichtfenster ansehen.

Zum Abschluss waren zwei ehemalige Überlebensbunker des Munitionsdepots zu besichtigen. In dem einen ist das Thema „Kalter Krieg“ mit entsprechenden Bildern und Tondokumenten thematisiert und in dem anderen das Thema „Klimawandel anschaulich dargestellt wurde.

Eine ganz andere Umwelt bot das Hunsrücker Holzmuseum in Weiperath. Weil der Hunsrück enorm große Waldflächen hat und eine beachtliche Holzindustrie bzw. holzverarbeitende Betriebe, haben etwa 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ein beeindruckendes Museum eingerichtet. Hier wird alles über das Thema Holz erklärt, wie auch eine breite Palette von alten und neuen Holzbearbeitungsgeräten und viele Produkte aus Holz dargestellt. Einen Schwerpunkt stellen neue innovative Produktideen dar, die einen Blick in die Zukunft ermöglichen sollen. Ganz praktisch: Nach dem Rundgang durch das Museum lud das kleine Café zu Kaffee und Kuchen ein.

Nach einem üppigen Mittagessen in Morbach und Kaffee und Kuchen in Weiperath war die Reisegruppe nicht nur geistig, sondern auch leiblich so weit gesättigt, dass sie die längere Heimreise entlang der Mosel antreten konnte. Zu Hause wartete dann schon das Abendessen in der Gaststätte „Alte Schule“ auf die Seniorengruppe, so dass der Tag mit vielen tollen Eindrücken und mit gut gefülltem Magen seinen Abschluss fand.

 

 

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