Donnerstag, 29. Oktober 2009

Hoher Besuch in der Nikolauskapelle

Sebastian Graf von Kanitz war in Geisig zu Gast.

Pfarrer Martin Ufer, Petra Koch von der gräflichen Verwaltung in Nassau, Sebastian Graf von Kanitz und Ortsbürgermeisterin Anita Krebs vor der restaurierten Gedenktafel

Graf Kanitz bei seinem Grußwort

Ortsbürgereisterin Anita Krebs bei ihrer Ansprache

Der Gemischte Chor auf der Empore

Einen besonderen Gast konnten Pfarrer Martin Ufer und Ortsbürgermeisterin Anita Krebs kürzlich beim sonntäglichen Gottesdienst in Geisig begrüßen. Sebastian Graf von Kanitz war gekommen, um seine Patronatskirche zu besuchen und eine kürzlich restaurierte Gedenktafel in Augenschein zu nehmen.

Diese Tafel war am 26. Oktober 1913 enthüllt worden, als die Nikolauskapelle wieder zur Kirche geweiht worden ist, nachdem sie etwa 90 Jahre lang als Schule gedient hatte. Die Tafel trägt ein Bronzerelief des großen Reformers Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein, der ein direkter Vorfahr von Graf Kanitz ist. Die Inschrift erinnert sowohl an die Nutzung der Kapelle als Schule als auch daran, dass das Gotteshaus, wahrscheinlich vom Großvater des Reformers gestiftet worden war.

Die Gedenktafel war bei einer Renovierung der Außenfassade abgehängt und nicht wieder angebracht worden. Sie lagerte auf dem Speicher der Kapelle bis sie nach vielen Jahren und in viele Teile zerbrochen von Ortsbürgermeisterin Krebs gefunden wurde. Insbesondere auf das Betreiben von Willi Thorn, dem Vater von Anita Krebs, wurde die Gedenktafel von einem Steinmetzunternehmen in Limburg restauriert und jetzt im Windfang der Kapelle angebracht. Graf Kanitz hat alle Kosten der Renovierung getragen. 

„Damit haben Sie ein Zeichen der Verbundenheit zwischen ihrem Haus, der Kirche und unserem Dorf gesetzt„, sagte Frau Krebs in ihrer Ansprache. Zuvor hatte auch Pfarrer Ufer auf das seit dem 16. Jahrhundert bestehende Patronatsrecht des Hauses Stein hingewiesen und seiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die Verbindung zwischen Kirche und Patron auch die gegenwärtigen Zeiten permanenter Veränderung und Anpassung überdauern möge.

Graf von Kanitz zeigte sich beeindruckt von der Gestaltung und Atmosphäre der Kapelle. „Ich hoffe, dass ich vielleicht in Zukunft etwas mehr Zeit in Nassau verbringen und dann auch mal nach Geisig kommen kann„ meinte Graf Kanitz weiter.

Einen besonderen Dank stattete Pfarrer Ufer dem Gemischten Chor „Eintracht„ Geisig ab, der mit seinen Liedern dem Gottesdienst eine besondere Note gab.

 

 

Aktuelles

Sie haben auch Neuigkeiten, welche hier veröffentlicht werden sollen?

Schreiben Sie uns.