Mittwoch, 18. August 2010

Entdeckungsfahrt in die Eifel - Geisiger Senioren auf Tour

Einen interessanten und abwechslungsreichen Tag erlebten 28 Geisiger Senioren auf ihrem diesjährigen Ausflug. Die Glockengießerei in Brockscheid, das Mausefallenmuseum in Neroth und das Eisenmuseum in Jünkerath waren die Besichtigungsorte. Pausen zur Entspannung und zur leiblichen Stärkung wurden in der Glockenstube in Brockscheid und im gemütlichen Sherlock-Cafe in Hillesheim inmitten sehr bekannter Krimi-Figuren, wie Sherlock Holmes, Miss Marple und Monsieur Poirot eingelegt, bevor man zum Abendessen in der heimischen Gaststätte und Pizzeria "Alte Schule" auf die Senioren traf, die nicht mitfahren konnten, aber zum Abendessen gekommen waren.

Mit solchen Schablonen wird bestimmt, welchen Ton eine neuen Glocke hat.

Die verschiedensten Mäusefallen und Gebrauchsgegenstände im Museum in Neroth.

"Schwarzen Tod" und "Miss Marple's Teatime" anstatt einfach nur Kaffee und Tee gab es im Cafe Sherlock in Hillesheim.

Gruppenfoto vor dem Roheisentransport- wagen des Eisenmuseums in Jünkerath (mit Erwin Holzer, dem Initiator des Museums - Dritter von rechts)

Es war viel Regen angekündigt und deswegen schien der Tag nicht gerade ideal zu sein für einen Ausflug. Aber der Wettergott meinte es gut mit den Geisiger Seniorinnen und Senioren. Während es zuhause mehrfach regnete, blieb es in der Eifel bei wenigen Tropfen, die niemanden ernsthaft störten.

In der Glockengießerei in Brockscheid wurde eindrucksvoll geschildert, wieviel wochenlange Arbeit dem Guss einer neuen Glocke vorausgeht und wie präzise gearbeitet werden muss, damit die neue Glocke genau den Klang und Ton hat, der vom Auftraggeber bestellt wurde. Auch heute noch ist das Gießen selbst ein fast sakrales Ereignis zu dem die Auftraggeber oft mit ganzen Delegationen mit Pfarrer und Kirchenvorstand angereist kommen.

In Neroth berichtet das Mausefallenmuseum über die Entwicklung des Städtchens. Ein pfiffiger Nerother, der in der Welt herumgekommen war, begann zu Beginn des 19. Jahrhunderts damit, Mausfallen aus Draht in Heimarbeit herzustellen und zu verkaufen. Daraus entwickelte sich für viele Familien ein wichtiger Nebenverdienst zusätzlich zur kargen Landwirtschaft. Es entstand der Beruf des "Mousefalleskrämers", der in ganz Deutschland übers Land zog und die Produkte aus Neroth verkaufte.

In den Räumen des Museums wird gezeigt, wie die Drahtprodukte hergestellt worden sind, z. B. der Massenfänger, die automatische Wasserfalle, die Korbmausefalle, die Lochmausefalle, die Rattenfalle und die Feldmausfalle. Daneben wurden von den Nerothern aber noch viele andere Waren aus Draht hergestellt, wie Topfuntersetzer, Schaumschläger, Kleiderbügel, Kuchenplatten, Obstkörbchen und Blumenkörbe. 

Letzte Station des Ausflugs war die Eisengießerei in Jünkerath. Im Gebäude der ehemaligen Berufsschule hat Erwin Holzer ein sehr sehenswertes Museum eingerichtet, in dem über die 2000 Jahre währende Geschichte des Eisenerzbergbaus in Jünkerath berichtet wird. Selbst 50 Jahre lang in der Eisengießerei am Ort tätig gewesen, hat er schon früh angefangen, Gegenstände für sein Museum zu sammeln. Eisenplatten mit kunstvollen Mustern, Hinweistafeln, verschiedenste Öfen, eine Druckpresse, Pumpen und vieles mehr sind zu bewundern.

Mindestens genauso eindrucksvoll sind seine Erläuterungen über den Bergbau und die Eisenverhüttung bei den Kelten, den Römern und später in der Neuzeit, als der Bergbau ganz intensiv betrieben wurde.

Mit tollen Eindrücken und viel Information kehrte die Gruppe schließlich aus der Eifel zurück, nicht ohne sich beim Fahrer der Fa. Engelhardt für die sichere und komfortable Busfahrt zu bedanken.

Aktuelles

Sie haben auch Neuigkeiten, welche hier veröffentlicht werden sollen?

Schreiben Sie uns.